Die Kleinbahn - Fahrten für den Wintersport

Die Wüstewaltersdorfer Kleinbahn hatte nicht nur für die Wirtschaft und die örtlichen Industriebetriebe eine sehr hohe Bedeutung, sondern auch für den Tourismus. Sowohl im Sommer wie auch im Winter zog es schon damals Scharen von Touristen ins Eulengebirge. 1915 verkehrten täglich sieben Zugpaare, kurz vor dem Zweiten Weltkrieg fuhren fast doppelt so viele Züge.

 

An Wintersonntagen verkehrten bedarfsweise sogar dampfbespannte Reichsbahn-Sonderzüge bis Wüstewaltersdorf.
Die Züge waren bei gutem Wetter stets gut besetzt. Besonders eindrucksvoll war es, wenn an Sonntagen die Reichsbahn Wintersportsonderzüge nach Wüstewaltersdorf einsetzte. Da kamen sie im Schlesiertal heraufgekeucht, vorn und hinten eine Dampflok, dazwischen eine lange Reihe von Wagen, oder Doppel-Loks vor dem Zug. Breslau, Schweidnitz, Striegau waren die Ausgangsbahnhöfe, "von oben" kam oft auch noch ein Zug aus Waldenburg.

"Ein Foto, das der Vorstand der Kleinbahn, E. Michael, an einem Sonntag morgen im Januar 1938 machte, zeigt den Endbahnhof, in dem alle Gleise mit Sonderzügen vollgestellt waren. Wie da noch der Triebwagen planmäßig verkehren sollte? Vermutlich mußte der am Hauptgleis stehende Sonderzug nach Hausdorf zurückfahren, um dort tagsüber abgestellt zu werden."
(Bericht eines Augenzeugen im Wüstewaltersdorfer Heimatboten, leider ist das Foto dazu nicht vorhanden)

 

 
     
Der Sportzug "Schnee-Eule" wird im Bahnhof von Wüstewaltersdorf begrüßt.
     
 

die Wintersportler vor dem Bahnhof von
Wüstewaltersdorf, im Hintergrund der Rauch
der Dampflok