Eulengebirge - Weitere Bauden

Neben den einzeln aufgeführten grossen Bauden sollen hier noch einige andere interessante Bauden bzw. "Schänken" erwähnt werden. Natürlich ist die Liste nicht vollständig. Im Gebiet um Hausdorf/Neurode sind noch einige kleinere Bauden zu finden und am Ostrand des Eulengebirges in Richtung Langenbilau gibt es in den Gebirgsdörfern ebenfalls noch weitere Unterkünfte und Gasthöfe.

 

Gasthöfe und Bauden rund um Wüstewaltersdorf und Dorfbach werden auf eigenen Seiten vorgestellt.

 

Wacholderschänke

 

Die Wacholderschänke lag in Kaschbach an der Paßstrasse von Wüstewaltersdorf nach Reichenbach.


Über die Wacholderschänke ist in der Zeischrift "Der Wanderer in Eulengebirge", Ausgabe von 1930, folgendes nachzulesen:
"Seitdem Gerhard Hauptmann seine gewaltige Auftstandstragödie "Die Weber" geschaffen hat und er den 2. Akt in dem Stübchen des Häuslers Wilhelm Ansorge zu Kaschbach spielen läßt, ist Kaschbach in die Weltliteratur aufgenommen worden, und diesen Ruhm des kleinen einsamen Eulengebirgsdorfes nimmt die Wacholderschänke auch für sich in Anspruch, hat sich doch dort in der Zeit des Weberelends so mancher Weber Not und Elend von der Seele getrunken, aber auch mancher am Wacholderschnaps Haß und Wut seines Herzens noch mehr entzündet. ..."

 

Die Wacholderschänke existiert nicht mehr.

 

 

 

 

 

Anzeige 1912

aus "Das Eulengebirge als Sommerfrische" 1913

 


 

Neue Mühl-Baude

 

Die neue Mühl-Baude gehörte schon zu Hausdorf, Krs. Neurode. Sie lag unterhalb/südlich der Zimmermannsbaude.

 

aus "Das Eulengebirge als Sommerfrische" 1913

   

 


 

Henkelbaude oder Henkelhütte

 

Die Henkelbaude liegt auf 740 m unterhalb des Hausdorfer Kreuzes. Die Baude wurde vom Wintersportverein Langenbilau im Tiroler Stil gebaut und im Dezember 1938 eröffnet. -

 

Die Baude wurde zu Ehren von Hermann Henkel (1869-1918) Henkelbaude genannt. Er war Lehrer in Langenbielau und im Eulengebirgsverein Langenbilau sehr engagiert. Im Rahmen seiner Vereinstätigkeit sorgte er massgeblich für die Markierung von Wanderwegen im Eulengebirge (1).

Sie wird auch als Skihütte "Langenbilau" bezeichnet (2).

Nach dem Zweiten Weltkrieg verfiel die Baude, wurde aber dank der Initiative von Zygmunt Scheffner renoviert und im Jahre neu 1956 eröffnet.

 

Die Baude ist eine der wenigen Bauden im Eulengebirge, die nicht verfallen sind oder zerstört wurden und ist heute unter dem Namen "Zygmuntówka" noch in Betrieb.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anzeige für die Wanderkarte erschienen in Briegers "Kreuz und quer durch das Eulengebirge und die benachbarten Berge" von 1926.

 


 

Hahn-Baude

 

Die Hahnbaude lag in Heinrichau-Friedersdorf, und hiess zunächst Eduard Röser's Gasthaus.

 

Um 1930 wurde sie in Hahn-Baude umbenannt.

Westlich hinter der Baude lag der Berg "Der Hahn", 756m hoch, der wohl als Namensgeber für die Umbennung des Gasthofes diente.

 

 

 

 

 

 

Um 1930: Hahn-Baude

 

1932 wird die Baude im Reiseführer (3) erwähnt:

Besitzer Fritz Rösner, 2 Zimmer, 4 Betten, Garten, Massenquartier,
Zimmerpreis 1,20 - 2,00 RM, Pensionspreis (mit Verpflegung) 3,50 - 4,50 RM

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quellen: Bilder eigene und dolny-slask.org.pl

(1) Eintrag im polnischen Wikipedia zu Hermann Henkel

(2) "Heimat Schlesien, Glätzisch Falkenberg und Eule", H. Hübner, herausgegeben 1997

(3) "Sommerfrischen und Winterheime im Eulengebirge sowie den angrenzenden Gebirgsteilen" herausgegeben vom Verkehrsamt Eulengebirge e. V., Reichenbach, ca. 1932